Zu Tisch mit Tschanz "Lebensschule Sport"


In meinem Leben habe ich schon zahlreiche Matches gespielt. Viele gewonnen, aber auch viele verloren. Viele schöne Momente erlebt und genauso viele Rückschläge ein­stecken müssen. Mal läuft es besser, dann wieder schlechter. Mein Leben ist ein Prozess, bei dem ich mich ständig weiterentwickle. Auf meiner Reise bis jetzt konnte ich enorm viel durch meinen Sport Tischtennis lernen. Viele gelernte Aspekte kann ich auch auf andere Bereiche in meinem Leben anwenden. Was sind das für Lehren und Erfahrungen?


Seit zehn Jahren trainiere ich täglich hart für meine Passion, das Tischtennis. Egal wie es auch läuft, ich bin immer wieder in der Halle anzutreffen und trainiere weiter an mir und meinem Spiel. Ich weiss ganz genau, dass es zu meinen Zielen keine Abkürzungen gibt. Ich denke, diese Beharrlichkeit und der dazugehörende Fleiss sind das Wichtigste im Leben, wenn man seine eigene Vision vorantreiben will. Jeden Tag ein bisschen besser zu sein als ges­tern und die Kurve wird nach oben gehen. Auch wenn ein Athlet auf einem Niveau stagniert, sollte er nicht den Kopf hängen lassen, sondern weiter an sich arbeiten.

Des Weiteren habe ich gelernt, niemals mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Wenn etwas nicht funktioniert und immer die gleichen Fehler geschehen, dann sollte ich etwas verändern. Ich muss die Fehler analysieren, etwas ändern und dann weiter­ trainieren. Erst dann wieder beharrlich und fleissig sein. Das Schwierigste ist jedoch, sich in diesem Moment zu überwinden und das entscheidende Etwas zu verändern.

Letztlich entscheidet die mentale Stärke über Sieg oder Niederlage. Wer in wichtigen Momenten die Sachen aus dem Training besser umsetzen kann und in diesen Mo­menten richtig handelt, gewinnt. Dabei ist es wichtig, dass Athleten alles ausblenden, was sie ohnehin nicht selber beeinflussen können. Das hilft extrem.

Es gibt auf jeden Fall noch zahlreiche weitere Punkte, von denen ich erzählen könnte. Vielleicht in der nächsten Kolumne. Ich bin extrem froh, dass ich all diese Lehren und noch vieles mehr selber erleben durfte und immer noch darf. Mit jeder neuen Erfahrung kann ich mein Spiel und die Art, wie ich das Leben betrachte, wieder neu anpassen und verändern. Diese neuen Erfahrungen machen für mich das Leben interessant, weil ich mich auf einer nie endenden Reise nach oben befinde. In diesem Sinne bis bald und hier noch mein Lieblingsmotto: «Trust the process» – «Vertraue dem Prozess».


Die Kolumne ist am 17.02 2022 in der Volksstimme - Die Zeitung für das Oberbaselbiet erschienen.

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